Aktuelles  vom Bürgerverein und aus dem Antiquariat

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Veranstaltung am 15. Juni um 19:00 Uhr im Judenhof Parchimer Straße 6a, 19348 Perleberg.

Unterstützt von der Brandenburger Landeszentrale für politische Bildung.

Jiddisches, Skulpturales - Wie funktioniert Erinnern?

„Das Vergangene“, so William Faulkner „ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen. Wir trennen es (lediglich) von uns ab und stellen uns fremd.“ Zum Abschluss der Ausstellung im Perleberger Judenhof treffen sich der Kunsthistoriker Norbert Eisold mit dem Bildhauer Wieland Schmiedel und Rainer Meißle vom Projekt Judenhof zu einem Gespräch über die spezielle Art des Erinnerns, um die es im Judenhof geht. Das Projekt versteht sich als Gegenstück zur Helden-Geschichtsschreibung eines VVN-Mahnmals („Den Kämpfern für Frieden und Fortschritt“) bei dem es bekanntlich nicht um die jüdischen Opfer der NS-Zeit geht. Gleichzeitig soll der Judenhof keine Gedenkstätte für die in der NS-Zeit vertriebenen und ermordeten Perleberger Juden sein, denn er geht zurück auf die Gründungsphase der Stadt, das mittelalterliche Perleberg, als Juden und Christen als Nachbaren lebten - zumindest bis die Juden am Anfang des 16. Jahrhunderts erstmals aus Brandenburg vertrieben wurden. Um welche Art des Erinnerns geht es hier? Zu beschönigen und zu verharmlosen ist an der deutsch-jüdischen Geschichte nun wirklich nichts. AfD-Propagandisten sind dabei, den Terror der Nazi-Zeit, die Millionen Toten zum „Fliegenschiss“ zu erklären.  Viele hätten zu gerne wieder eine deutsche Geschichte, auf die man stolz sein kann. Wie funktioniert also „richtiges“ Erinnern? Wieland Schmiedel hat sich damit in seiner Kunst seit vielen Jahren auseinander gesetzt. Der Kunsthistoriker Norbert Eisold versucht, dessen Arbeit zu erläutern.  Rainer Meißle berichtet von der Entstehung des Projekts Judenhof. Es  geht um das Entstehen der Judenfeindschaft. Aber werden heutige Judenhasser damit erreicht? Nun gibt es, 70 Jahre nach Kriegsende, erstmals einen „Antisemitismus-Beauftragten“ in Deutschland. Diskutiert wird, ob Schüler zum Besuch ehemaliger KZ´s verpflichtet werden sollen. Dies zielt auf emotionale „Betroffenheit“, welche die junge Generation immer weniger nachvollziehen kann. Was kann, was soll das Projekt Judenhof dazu beitragen? Im Anschluss an die Diskussion wird der Film „POL-LIN – Spuren der Erinnerung“ von Jolanta Dylewska gezeigt.  Polnische Juden, die in die USA emigriert sind, besuchen in den 1930er Jahren ihre Verwandten in polnischen Schtetln. Einige von ihnen hatten eine Filmkamera dabei. Es sind einzigartige Dokumente der vernichteten Schtetl-Welt. Rainer Meißle für den Kulturverein Perleberg e.V. 06.06.2018

Erinnerunsgveranstaltung "Bücher aus dem Feuer" am 09.05.2018

Die bundesweite Aktion „Bücher aus dem Feuer“ wird in Perleberg in Zusammenarbeit zwischen Perleberger Bürgerverein e.V., Stadtverwaltung, Gottfried- Arnold-Gymnasium und Prignitzer Bürgern gestaltet. 2018 luden Bürgermeisterin Annett Jura, Stadtverordnetenvorsteher Frank Döring sowie der Bürgerverein Perleberg bereits zum 13. Mal zur Erinnerungslesung, jedoch erstmals im Perleberger Judenhof, ein. „Die Stadt Perleberg und der Bürgerverein Perleberg sehen es als eine fortlaufende Aufgabe an, mit den jährlichen Lesungen Bücher und Autoren der einstigen nationalsozialistischen Ächtung zu entreißen“, so Malte Hübner-Berger, Vorsitzender des Vereins. In diesem Jahr nahmen zum 85. Jahrestag folgende Personen ein Buch aus dem Feuer:     Romina Dahncke – biograffische Daten zu Heinrich Mann  Lena Meinert und Sophie Schwartz – ausgewählte Passagen aus „Geist und Tat“ von Heinrich Mann Bürgermeisterin Annett Jura las aus Erich Kästner und Kurt Tucholsky Jürgen Schmidt Hartmut Schneider las Alexander Roda Roda Herr Malte Hübner-Berger moderierte und Frau Huhnstock hat die Gedenkveranstaltung musikalisch umrahmt. Diese Erinnerung ist ein Bekenntnis zu Gedankenvielfalt, Frieden und gegenseitigem Respekt.

Vorhben des Bürgervereins 2018

Unterstützung der Veranstaltung "Bücher aus dem Feuer" Spende für den Förderverein  Kirchturmspitze Spende Lotte-Lehmann-Woche Spende Tierparkt (Wisent) Spende DDR-Geschichtsmuseum Mitgliedsbeitrag Förderkreis Prignitzer Museen Erinnerungsblättchen für den Bürgermeister Matthias Hasse Festschrift 10 Jahre Lotte Lehmann Akademie Erläuternde Hinweisschilder zu Straßennamen von Persönlichkeiten Perlebergs Wiederaufnahme des Vorhabens „Erinnerungsmal Nikolaikirche“ aus dem Jahr 2009 Kosten für zwei Lesungen im Jahr 2018 Europäische Kaffeetafel am Großen Markt am 28.07.2018 aus Anlass der Veranstaltung Denkmal des Monats Gebäude Großer Markt 4 Quelle: "Der Prignitzer" vom 22.03.2018

Erinnerungsmal St. Nikolai im Visier

Bürgerverein Perleberg bestätigt Vorstand im Amt / Vorhaben für das laufende Jahr beraten PERLEBERG „Das ist Motivation, um weiterzuarbeiten“, sagt Malte Hübner-Berger, Vorsitzender des Bürgervereins Perleberg, nach seiner einstimmigen Wiederwahl. Auf der Jahresmitgliederversammlung am Dienstag stand unter anderem die Vorstandswahl auf der Tagesordnung. Der geschäftsführende Vorstand  - Angela Beeskow (stellvertretende Vorsitzende) und Undine Ebert (Kassenführerin) - wurde einstimmig in seinen Ämtern bestätigt. Zuvor hatte Malte Hübner-Berger in seinem Rechenschaftsbericht auf das Jubiläumsjahr 2017 zurückgeblickt. Im 20. Jahr des Bestehens des Bürgervereins wurden 27 989,83 Euro ausgegeben. So wurde das Denkmal für die gefallenen Feuerwehrmänner des Ersten Weltkriegs restauriert. Es gab Lesungen und Vorträge und natürlich die Feierlichkeiten zum Jubiläum. Außerdem beteiligte sich der Bürgerverein an der Finanzierung verschiedener Publikationen. Dreh- und Angelpunkt bleibt das Antiquariat, das ehrenamtlich von Vereinsmitgliedern geführt wird. „Mehr als 16 000 Euro hat das Antiquariat eingespielt“, so Hübner-Berger. „In diesem Jahr sind es bereits 3943,30 Euro.“ Auch für das laufende Jahr haben sich die Mitglieder des Bürgervereins viel vorgenommen. Die erste Veranstaltung, an der sich der Verein beteiligt, wird „Bücher aus dem Feuer“ am 9. Mai im Judenhof sein. Noch nicht fest stehe, wer zu den zwei geplanten Lesungen nach Perlebcrg kommen wird. Der Vorsitzende würde gern Juli Zeh in die Rolandstadt holen, doch gestalte sich dieses Vorhaben schwierig. An die Mitglieder gewandt, bat Malte Hübner-Berger um zeitnahe Vorschläge für die zweite Lesung. Angehen will der Verein wieder das Projekt  „Erinnerungsmal Nikolaikirche“, das seit 2009 auf Eis liegt. Hier solle etwas im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen geschehen. Es steht noch nicht genau fest, was es konkret werden soll. Ein Kunstwerk oder eine Mauer, sind Beispiele, die diskutiert werden. Stefan Kunzemann, der neben Melanie Krüger, Klaus Röpke, Klaus Voigt und Wolfgang Schulz in den erweiterten Vorstand gewählt wurde, soll diesen Prozess begleiten. Dieser hat sich in der Vergangenheit immer wieder für dieses Projekt stark gemacht. Vereinsmitglied Georg Emmermann hatte per E-Mai den Antrag gestellt, dass der kürzlich verstorbene Klaus Neu-mann zum Ehrenmitglied postum ernannt werde. Ebenfalls schlug er vor, dass er den Eintrag ins Goldene Buch der Stadt sowie die Ehrenbürgerschaft erhalten sollte. Was den Vereinspart angehe, so wolle man sich in der nächsten Jahresmitgliederversammlung dazu verständigen, schlug Malte Hübner-Berger vor. Da es keinerlei Widerspruch gab, wird dieses Thema nun 2019 behandelt. „Über den Eintrag ins Goldene Buch bzw. eine postume Ehrenbürgerschaft müssen Bürgermeisterin und die Stadtverordneten entscheiden“, so der Vorsitzende. Rene´ Hill

Aktuelles 2017

Großes Kaffeetrinken auf dem Großen Markt

20 Jahre Bürgerverein Perleberg e.V. Der Bürgerverein Perleberg e.V. lädt zu einem großen Kaffetrinken auf dem Großen Markt ein. Am Samstag, den 24. Juni 2017, werden rings auf dem Platz kleine Tische, Stühle und Sonnenschirme aufgestellt. Die Perleberger können von 14 bis 16 Uhr Kaffee und Kuchen sowie den schönen Blick auf das Rathaus genießen. Mit dieser Aktion will der Bürgerverein anlässlich des 20-jährigen Bestehens ein Zeichen setzen - zur Belebung der „guten Stube“ Perlebergs. Das Antiquariat wird an jenem Samstagnachmittag seine Pforten öffnen. Seit nunmehr 15 Jahren dient das von Perleberger Bürgern ehrenamtlich geführte Haus am Großen Markt 5 mit den von Tausenden Büchern gefüllten Räumen Literaturinteressierten als Anlaufpunkt und Begegnungsstätte. Mitglieder des Bürgervereins sind am 24. Juni vor Ort und geben gern Auskunft über aktuelle Vereinsvorhaben. Die Veranstaltung wird von der Sparkasse Prignitz und Geschäftsleuten der Stadt unterstützt. Dadurch können Kaffee und Kuchen gegen einen kleinen Obolus zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Weise ist es für jedermann möglich, an dem Kaffeetrinken teilzunehmen. Die musikalische Umrahmung der Kaffeetafel übernimmt ein Saxophonensemble der Kreismusikschule Perleberg. Eine weitere Jubiläumsfeier ist für den 16. September geplant. Vorbereitet wir ein festlicher Abend im Innenhof des Stadt- und Regionalmuseums. Vor 20 Jahren wurde der Bürgerverein Perleberg auf Initiative von Dieter Kreutzer gegründet. Damals schrieben sich die 86 Gründungsmitglieder auf ihre Fahnen, Kunst und Kultur sowie Belange des Denkmalschutzes zu fördern. Viele Spuren hinterließ seither der Verein, der heute nach Auskunft des Vereinsvorsitzenden, Herr Malte Hübner-Berger, rund 250 Mitglieder zählt. Erinnert sei etwa an die Restaurierung und Erneuerung der Knaggenfiguren am Gebäude Großer Markt 4, wenig später folgte die Eröffnung des Antiquariats im Nachbargebäude, Großer Markt 4. Zu nennen wären ferner das Stadtmodell am Rathaus ebenso wie die Lotte-Lehmann-Büste am Wallgebäude. An historischen Gebäuden der Altstadt wird mittels kleiner Texttafeln die Vergangenheit erlebbar. Ein bunter Veranstaltungsreigen bereichert bis heute das kulturelle Leben. Er begann bei Ausstellungen im Bürgerantiquariat und Open Air Veranstaltungen in dessen Garten. Sie fanden in den Literaturtagen, dem Perleberger Bücherfest sowie in Lesungen unterschiedlicher Couleur ihre Fortsetzung. 23.03.2017 Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 23.03.2017

Antiquariat ist ein einziger Erfolg

Bürgerverein Perleberg zieht Bilanz im Jubiläumsjahr / Mitgliederversammlung mit Rückblicken und Vorhaben für die Zukunft Es war eine besondere Mitgliederversammlung des Bürgervereins Perleberg. Besteht der Verein doch inzwischen seit 20 Jahren. Aus den 21 Gründungsmitgliedern sind 254 Mitglieder geworden. Und so konnte der Vorsitzende Malte Hübner-Berger eine erfolgreiche Bilanz ziehen. Alle Vorhaben konnten umgesetzt werden verkündete er den Mitgliedern am Dienstag. „Ein großes öffentliches Interesse hat die Aufstellung der Lotte-Lehmann-Büste im April gefunden“, so Malte Hübner Becker. Auch die traditionelle finanzielle Unterstützung von kulturellen Vereinen und verschiedener Veranstaltungen in der Stadt wurden umgesetzt. Das Vereinsjubiläum soll mit zwei Veranstaltungen besonders begangen werden. So wird sich am 24. Juni das Antiquariat des Bürgervereines auf dem Großen Markt präsentieren. Bei Kaffee und Kuchen wollen wir das Gespräch mit Interessierten rund um den Großen Markt suchen. Das Antiquariat ist an diesem Tag natürlich auch geöffnet“, meint der Vorsitzende. Überhaupt hat sich dieses Antiquariat zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt.Malte Hübner-Berger konnte der Mitgliederversammlung verkünden, „dass das wirtschaftliche Ergebnis des Antiquariats im Jahr 2016 herausragend war, so dass die Finanzierung weiterer Projekte in diesem Jahr und in 2018 möglich sind.“ Die eigentliche Jubiläumsfeier wird dann am 16. September stattfinden. Es soll ein festlicher Abend im Innenhof des Museums werden. An diesem Tag soll dem Mitbegründer und langjährigen Vorsitzenden, Dieter Kreuzer, die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen. Diesen Beschluss fasste die Mitgliederversammlung einstimmig. Für dieses Jahr steht die Restaurierung des Denkmals für die gefallenen Feuerwehrmänner am Wallgebäude auf dem Plan. „Wenn alles reibungslos abläuft, dann streben wir an, die Restaurierung im Frühjahr abzuschließen“, so Malte Hübner-Berger. Natürlich stellt man sich auch im Lutherjahr diesem Thema. So wird ein Schülerprojekt zum Reformationsjubiläum unterstützt und im Antiquariat wird es thematische Auslagen im Schaufenster sowie im Lesegarten und im -saal geben. Natürlich geht es auch 2017 wieder literarisch zu. Zwei Lesungen sind bisher geplant. Am 22. Mai wird der ehemalige Fußball-Profi Ulrich Borowka, der in seinem Buch sein Doppelleben als Berufssportler und Alkoholiker beschreibt. In einer zweiten Lesung geht es um unterdrückte Literatur in der DDR. Einen ersten Ausblick gab Malte Hübner-Berger auf 2018: „Am 27. Februar begehen wir den 130. Geburtstag von Lotte Lehmann. Wir als Bürgerverein beteiligen uns finanziell an der Herausgabe einer Festschrift. Außerdem wird unser Vorstandsmitglied, Dr. Angela Beeskow, in dieser Festschrift einen Beitrag über die Kindheit und Jugend der Sängerin veröffentlichen.“ Im Zuge der geplanten Neugestaltung des Hagens soll ein Spielgerät gefördert werden.