Wallgebäude * Puschkinstraße 14

1310 wurde der Wall erstmals urkundlich erwähnt, damals ein Befestigungswerk aus Wall und wasserführendem Graben. 1386 ging „dat slotto perleberghe" in den Besitz der Stadt über, die ein inzwischen auf dem Wall errichtetes Gebäude zu repräsentativen Wohnzwecken bzw. als Gästehaus für den brandenburgischen Markgrafen her- richten ließ. Des Weiteren sind Nutzungen als Gefängnis, Rüstkammer und Unterkünfte für Wachmannschaften überliefert. Im 17. Jahrhundert war der Gebäudekomplex im privaten Besitz derer von Winterfeld. Bis zum 18. Jahrhundert entstand das sog. „Wallgebäude" in seiner jetzigen Gestalt und diente Wohnzwecken. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde es zum Teil als Feuerwehrdepot genutzt. Die Tafel mit Feuerwehrmann erinnert an die gefallenen Kameraden im ersten Weltkrieg. 1997 begann die Sanierung durch private Investitionen des neuen Eigentümers, unterstützt mit Fördermitteln. In dem Gebäudekomplex befinden sich heute die Stadtbibliothek, das Kreismedienzentrum, ein Restaurant sowie ein moderner Ausstellungs- und Veranstaltungssaal.
Wallgebäude mit Gänsebrunnen
Wallgebäude 1310 wird der “Wall in Perleberg” erstmals urkundlich erwähnt und 1317 vom brandenburgischen Markgrafen Waldemar der Stadt übereignet. 1368 steht “das Schloss zu Perleberg” auf sumpfigem Gelände und ist auf allen Seiten vom Wasser umgeben. Der um einen Hof gruppierte Vierflügelbau dient als Wachunterkunft, Rüstkammer, Gefängnis und wohl auch als Gästehaus für die Markgrafen von Brandenburg. 1542 als Eigentum der Familie von Winterfeld bezeugt; Wappentafel von 1604 neben dem Tor. Vom 16. bis 18. Jhdt. entsteht das Wallgebäude in'seiner jetzigen Gestalt. Im 20. Jhdt. u. a. als Feuerwehrdepot und Wohnhaus genutzt. Zwischen dem Wallgebäude und dem nahen Flüsschen Stepenitz steht der letzte Wachturm des fast völlig abgetragenen Stadtmauerringes. Der Bürgerverein Perleberg
Tafel am Wallgebäude: